Hier ist es fast so aufgebaut wie "Songtexte?", abgesehn davon, dass es sich um Bücher handelt und es meisten mehr als ein paar Sätze sind, die ich hier sammele.
Vorneweg: Ich stehe so gut, wie hinter keinem hier erwähnten Buch. Lest sie selber, lasst es bleiben oder holt euch meine vernichtende Kritik (oder lest gute Bücher wie "Das Parfum", "Der Schützling", "Schöne neue Welt",...).

(nonsortiert und bitte nicht lachen, dass es erst so wenig sind, schließlich sammel ich noch nicht mal ein Jahr!)

P.S. Ich hoffe ihr könnt damit leben, dass auch einige Bücher dabei sind, die ich nur angelesen habe.

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Der Harald erzählte mir von einem Buch, das er liest. Es heißt Till Eulenspiegel und er soll ein Schalk gewesen sein. Er wunderte sich, dass ich das nicht weiß und erklärt: "Ein Schalk ist eben ein Schalk, der gerade und manchmal auch krumme Wege geht so wie du. Aber er steht auf der Seite des Volkes und kämpft für Gerechtigkeit, Fortschritt und Sozialismus.
~
Wir gingen in die Klasse. Dort herrschte schon ein fröhlicher Klassenkampf.
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"Das ist so. Ich lass mich vom Harald nicht beleidigen auch wenn ich noch keine vollkommene sozialistische Persönlichkeit bin."

(Ottokar, der Schalk)
(nur angelesen)

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Solch ein Schnitt und Riss wächst wieder zu, er wird verheilt und vergessen, in der geheimsten Kammer aber lebt und blutet er weiter.
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Es war zu Beginn des November. Ich hatte mir angewöhnt, bei jedem Wetter kleine, denkerische Spaziergänge zu machen, auf denen ich oft eine Art von Wonne genoß, eine Wonne voll Melancholie, Weltverachtung und Selbstverachtung.
~
Ich nickte, konnte aber nichts dazu sagen. Er begann mich zu langweilen, und ich erschrak vor mir selber, dass mir seine offensichtliche Not und Verzweiflung keinen tiefen Eindruck machte. Ich empfand nur: Ich kann dir nicht helfen.
~
"Ja, man muss seinen Traum finden, dann wird der Weg leicht. Aber es gibt keinen immerwährenden Traum, jeden löst ein neuer ab, und keinen darf man festhalten wollen."

(Hermann Hesse - Demian)

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Er weiß, dass die Menschen sich überhaupt nicht mehr fürchten, wenn sie erstmal in den Ereignissen drin stehen. Man muss den Ereignissen einfach die Stirn bieten.

(Antoine de Saint-Exupery - Wind, Sand und Sterne)
(nur angelesen)

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ER: Das letzte Aufbäumen des jungen Individumms zerstöre ich schon im Ansatz. Was die Kids sich auch um den Leib hängen, wird ihnen sofort von Trend Scouts wieder abgejagt. Kaum haben sie eine orginelle Idee, läuft sie schon über den Laufsteg. Liegt in den Läden, käuflich für die Masse, für jene, gegen die die Jugend rebelliert. Der Kommerz frißt seine Kinder. Die Mode überholt sich selber. Und immer, wenn die Zeit sich überholt, explodiert etwas. In diesem Fall die Hoffnung.

Ich: Warum, warum?

ER: Nimm der Jugend das Anderssein, das Schockieren, den Glauben an die Einmaligkeit, und sie wird sich selber erledigen. Wenn eine Jugend nicht mehr gepflegt auffallen kann, wenn es nichts mehr gibt, das die Eltern in den Wahn treibt, dann resigniert sie. Sieht keinen Sinn mehr in ihrer Existenz. Cool, oder?

Ich: WARUM?

ER: Manno, wie doof Sie sind. Die Jugend kriegt Depressionen, will nicht mehr leben, sich nicht mehr vermehren. [...]

(Sibylle Berg - Sex II)

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Ungeheures ist viel,
doch nichts ungeheurer als der Mensch.

(Sophokles - Antigone)

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"Welch seltsame Geschichte", sagte ich mir, "muss in dem Buche dieses Herzens stehen"

(Edgar Allan Poe - Der alte Mann in der Menge)

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Aber warum sollte sein zukünftiges Ich das verspotten, was er jetzt war? Es war schrecklich zu wissen, dass die Zeit ihn dazu bringen würde, alles zu verraten, woran er jetzt glaubte.

(Stephen Fry - Der Lügner)

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Sohn: Was ist ein Verräter?
Lady Macduff: Nun, einer, der schwört und es nicht hält.
Sohn: Und sind alle Verräter, die das tun?
Lady Macduff: Jeder, der das tut, ist ein Verräter und muss aufgehängt werden.
Sohn: Müssen denn alle aufgehängt werden, die schwören und es nicht halten?
Lady Macduff: Jawohl!
Sohn: Wer muss sie denn aufhängen?
Lady Macduff: Nun, die ehrlichen Leute.
Sohn: Dann sind die, welche schwören und es nicht halten, rechte Narren; denn ihrer sind so viele, dass sie die ehrlichen Leute schlagen können und aufhängen dazu.


(Shakespeare - Macbeth)

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Ich bin der Geist, der stets verneint.
Und das mit Recht, denn alles was entsteht ist wert,
dass es zu Grunde geht.
Drum besser ist's, dass nichts entstünde.
Deshalb ist alles was ihr Sünde, Zerstürung
kurz: das Böse nennt, mein eigentliches Element

(Goethe - Faust I)
(nur angelesen)

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"Liebe Cousine", hatte er gesagt, "das ist ganz einfach: ich kann vor niemanden Achtung haben, der sich in mich verliebt. "

(Barbara Wood - Haus der Harmonie)


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Neben dem Prälaten ist Platz, da stehen die Wagen mit Bananen. Gebt euren Kindern Bananen. Die Banane ist die sauberste Frucht, da sie durch ihre Schale vor Insekten, Würmern sowie Bazillen geschätzt ist. Ausgenommen sind solche Insekten, Würmer und Bazillen, die durch die Schale kommen.

(Alfred Döblin - Berlin Alexanderplatz)


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Die Zeit die du für deine Blume verloren hast, sie macht deine Blume so einzigartig.

(Antoine de Saint-Exupery - Der kleine Prinz)

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Die Welt ist eine Hölle! Was für eine Rolle spielt es, was in ihr passiert? Sie ist derart gestaltet, dass ein Leid ein anderes nach sich zieht. Seit die Erde existiert, findet auf ihr eine Kettenreaktion des Leidens und des Grauens statt. Aber vielleicht ist es anderswo nicht besser, auf den fernen Planeten, Sternen udn Milchstraßen... Wer weiß? Die Krönung all der Hässlichkeiten dieses Universums und der bekannten Universen ist jedoch mit ziemlicher Sicherheit der Mensch. Die Menschen, sie sind so ... Sie sind böse, gemein, verschlagen, selbstsüchtig, habgierig, grausam, wahnsinnig, sadistisch, opportunistisch, blutdürstig, schadenfroh, treulos, heuchlerisch, neidisch und - ja, das vor allem - strohdumm! Die Menschen, so sind die Menschen. Doch was ist mit den anderen?

(Akif Pirincci - Felidae)

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Ist es schwer, so zu werden, wie du bist?

(Christa Wolf - Der geteilte Himmel)

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So gewöhnte ich mich langsam an mich. Man mutet sich so leichtfertig anderen Menschen zu und dabei kann man sich kaum selbst ertragen.

(Wolfgang Borchert - Die Hundeblume)

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Ich sage dir: unsere Freundschaft hat überhaupt kein anderes Ziel und keinen anderen Sinn, als dir zu zeigen, wie vollkommen ungleich du mir bist.

(Hermann Hesse - Narziß und Goldmund)

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Wie kann jemand von sich glauben, etwas Besonderes zu sein?
~
Was es Männern nur geben mochte, so einen Fettküngel anzugrapschen.
~
Das Blöde ist - ich kenne die Wahrheit nicht mehr. Ich habe so oft gelogen, habe mir meine Geschichte ausgedacht, dass ich die Wahrheit nicht mehr kenne. [...] Ich weiß nicht mal, wenn ich alleine bin, ob ich mich nicht pausenlos anlüge.
~
Ich halte mich für etwas BESSERES. Jeder hält sich für etwas Besseres, das ist keine orginelle Idee.


(Sibylle Berg - Ende gut)

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Das Schlimmste aber war, man sah gleich, dass sie alle ins Kino wollten. Diesen Anblick ertrug ich nicht. Ich kann ja verstehen, dass man ins Kino geht, weil man sonst nichts zu tun hat, aber wenn einer richtig hin will und sogar noch schneller geht um schneller da zu sein, dann deprimiert mich das ungeheuer.

( J. D. Salinger - Der Fänger im Roggen)

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Alles hat Folgen; Freundschaft gibt es, die jahrelang darauf bestanden haben, dass man sich von dem anderen bewundert wähnte, eine Art von Versicherung, die man wiederum mit Bewunderung zahlte: ein offenes Wort, und weg ist sie. [...] denn alles, was man in Wahrheit sagt, hat Folgen.
~
Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist.
~
Wir stehen heute nicht mehr vor der Wahl zwischen Frieden oder Krieg, sondern vor der Wahl zwischen Frieden oder Untergang. Den Politikern, die das noch nicht wissen, erklären wir mit Entschiedenheit, dass die Völker den Frieden wollen.
~
Ich hange am Leben, das ist wahr, auch wenn es mir manchmal verleidet ist.

(Max Frisch - Tagebuch 1946-1949)

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Wie ich meinen Zustand immer so klar gesehen und doch gehandelt habe wie ein Kind, jetzt noch so klar sehe, und es noch keinen Anschein zur Besserung hat.

( J. W. Goethe - Die Leiden des jungen Werthers )



Last Update: 28:02:2006 ~ 19:24Uhr
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